Workshops in der EULE

Neben Tagungen und Ideenwerkstätten bietet die EULE immer wieder auch eintägige Intensiv-Veranstaltungen in Form von Workshops an, in denen eine überschaubare Zahl von Teilnehmer*innen (in der Regel nie mehr als 25 Personen) intensiv, aktiv und praxisorientiert an einem ausgewählten Thema arbeitet.
Wir freuen uns, Sie bei einem unserer nächsten Workshops begrüßen zu dürfen!

Schreibflüssigkeit: Möglichkeiten zur Diagnose und Förderung in der Sekundarstufe I / Teil 1 (11.01.2020)

Veranstaltungsnummer: EUL0214
Uhrzeit: 10.00-16.00 Uhr
Raum: Gebäude Helsinki, Raum HEL309
Referent: Dr. des. Tim Sommer (Zentrum Lesen, Medien, Schrift, Pädagogischen Hochschule FHNW)

Das Verfassen von Texten ist ein komplexer Prozess, in dem unterschiedliche Teilkompetenzen zusammenspielen: Die Schreibenden müssen z.B. über Wissen zum Schreibthema verfügen, es je nach Schreibziel in angemessener Weise strukturieren und versprachlichen sowie schließlich aufschreiben. Unter dem Begriff der Schreibflüssigkeit wird in diesem Zusammenhang die Textmenge verstanden, die Schreibende innerhalb einer bestimmten Zeit orthografisch und grammatisch korrekt produzieren können. Flüssig zu schreiben bedeutet, dass die basalen Prozesse des Schreibens (Motorik, Rechtschreibung, Formulieren) so gut ausgebildet sind, dass die Schreibenden kognitive Ressourcen frei haben, um sich auf andere Aufgaben der Textproduktion (z.B. die Textplanung und -überarbeitung) konzentrieren zu können. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Entwicklung der basalen Schreibfähigkeiten nicht mit der Primarstufe abgeschlossen ist, sondern sich bis weit in die obere Sekundarstufe fortsetzt und altersspezifische Förderung erforderlich macht.

Die Fortbildung führt zunächst in Form eines Impulsvortrags in das Thema Schreibflüssigkeit ein und informiert über Möglichkeiten zur Diagnose und Förderung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Verfahren, die von den Lehrkräften unkompliziert in den laufenden Unterricht integriert werden können. Ein Verfahren – ein Schreibflüssigkeitstest – wird dann gemeinsam erprobt und es werden potentielle Hürden in der Durchführung und Auswertung diskutiert.

Die Fortbildung ist zweiteilig angelegt: Der erste Veranstaltungstag am 11.01.2020 dient dem Kennenlernen des Schreibflüssigkeitstests und zeigt Möglichkeiten zur Diagnose und Förderung des Handschriftschreibens auf. In der Fortsetzung am zweiten Veranstaltungstag wird der Frage nachgegangen, wie sich der Schreibflüssigkeitstest auf die Textproduktion in anderen Medien (z.B. das Tippen am Computer) übertragen lässt. Durch die Zweiteilung haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, den Flüssigkeitstest zwischen den beiden Veranstaltungstagen in ihrem eigenen Unterricht zu erproben und die dabei entstehenden Fragen anschließend im zweiten Teil der Fortbildung gemeinsam in der Gruppe zu diskutieren. Es ist jedoch auch möglich, nur am ersten Teil der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von IQSH, EULE und der Lernwerkstatt Germanistik der EUF durchgeführt.

Raumangabe: Die Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten der Europa-Universität Flensburg stattfinden. Eine genaue Raumangabe folgt.


Anmeldung ab November via Formix: Veranstaltungsnummer EUL0214. Oder vorher via E-Mail an ina.biederbeck-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de.